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Mittwoch, 29. Juni 2011

Eine kostbare Schote


Kennt ihr das? Dass alles was rar ist, so kostbar und fantastisch scheint? Heute hatte ich wieder so ein Erlebnis. Denn ohne dass ich zuvor Blüten entdeckte, hing plötzlich die erste Zuckerschote am Rankgerüst. Sie war dort noch ganz allein, alle anderen Pflanzen blühen noch nicht einmal. Eine faszinierende Tatsache für mich als Gärtnerin! Um diese frühreife Schote gebührend zu ehren fotografierte ich sie, pflückte sie und trug sie sorgsam in meine Küche, wo ich sie liebevoll auf einem Butterbrot platzierte. Darauf schmeckte sie so gut, wie eine Zuckerschote nur schmecken kann, wenn man nur eine einzige hat. Zumindest vorerst - denn ich hoffe, es werden noch viele folgen!

Samstag, 23. April 2011

Es geht rund im Gemüsebeet!


So früh im Jahr sah es wohl noch nie so gut aus in meinem Gemüsebeet. Leider wissen die Leser meines Blogs nichts davon, weil ich kaum zum Bloggen komme - das wird hiermit geändert.

Radieschen und Rucola habe ich ja schon vor einigen Wochen gesät - es ist ihnen großartig bekommen. Gerade dem Rucola kann man beim Wachsen förmlich zuschauen! Die Radieschen habe ich mit einem Saatband ausgesät - angeblich entfällt so das Vereinzeln. Ich habe allerdings den Eindruck, dass sie viel zu eng stehen, oder was meint ihr?

Kohlrabi und Salat habe ich vorgezogen und Anfang April ausgepflanzt. Sie fühlen sich auch pudelwohl, habe ich den Eindruck. Besonders erleichtert bin ich, dass bislang alles der Trockenheit trotzt und sich im Wachstum unbeirrbar zeigt. Meine Regentonne ist inzwischen fast leer, aber es widerstrebt mir so furchtbar, nun den Gartenschlauch am Wasserhahn anzuschließen und mit Leitungswasser zu gießen. Wie absurd wäre es, mein Biogemüse so zu pflegen?

Der Grünkohl und der Palmkohl in meinem Beet beginnen gerade zu blühen. Es sind wunderschöne, zartgelbe Blüten! Ich möchte gerne beginnen, mein eigenes Saatgut anzubauen. Da mir die Sortenreinheit meines Gemüses schnurz ist, sollte es problemlos funktionieren!

Meine Kürbis- und Zucchinipflanzen gedeihen prächtig, sie durften die warmen Tage draußen verbringen und scheinen sich an der Sonne sehr zu erfreuen. Meine Tomaten dagegen bleiben konstant hutzelig und kleiden sich in merkwürdig hellem, ungesunden Grün. Es ist zum Haare raufen, gerade wenn ich sie mit den Holgi sein Garten seine Tomaten vergleiche, die schon Ende März echte Giganten waren...

Meine Zuckerschoten habe ich nun vorgestern, wie im 2010 in letzter Minute, ausgesät. Das Rankgerüst habe ich aus Zweigen selbergebastelt. Es ist tatsächlich einfach nur zusammengsteckt und zusammengewoben ohne es irgendwie zu fixieren. Ich hoffe es hält auch sehr rankwütige Zuckerschoten aus!

Montag, 12. Juli 2010

Von Zuckerschoten und Köchen


Wenn ein Gartenmädchen in der Stadt eine reicher Zuckerschotenernte hat, so braucht es dringend jemand, der würdig ist sie zuzubereiten und sie außerdem zu schätzen weiß. Für mich gab es da nur einen: den Moustachio. Er ist Blogger und Kritiker von allen Dingen, die dringend einer Kritik bedürfen. Darüberhinaus fantastischer Koch, ganz großer Esser und noch größerer Freund. Von mir, meinem Garten und natürlich leckeren Zuckerschoten.

So kam es, dass ich mich eines Abends in der Küche seiner Dachwohnung wiederfand, wo er mein Stadtgemüse mit Straußensteak und meinem Salat untermalte. Und - das war mir schon klar - wenn es einer kann, dann er. Einfach gut und schlicht.

Danach gab es noch sein selbstgemachtes Pistazieneis und die Feststellung, dass es für richtig gutes Essen nicht viel braucht. Nur eine leidenschaftliche Gärtnerin, einen leidenschaftlichen Koch und eine Stadt, in der sie sich treffen.

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