Gärtner, die auf einer Brachfläche einen Garten angelegt haben, werden vermutlich überall auf dorniges Gestrüpp stoßen. Denn Brombeeren lieben solche Flächen und ich sehe sie überall in der Stadt, wo ein Fleckchen Erde unkultiviert liegt. Ich fand im Hinterhof auch mehrere davon, als ich ihn letztes Jahr begehbar machte. Ich konnte ihn nicht rausreißen und habe die Brombeere lieber gezähmt und kultiviert, diese verrückte, wild wuchernde Pflanze, der anscheinend keiner etwas zugetraut hat. Ich habe sie Pflanze für Pflanze ausgegraben und sie anschließend an geeignetem Ort wieder eingepflanzt, habe sie beschnitten und zurückgebunden anstatt sie aus meinem Garten zu bannen.
Klar, Brombeeren haben einen außerordentlichen Drang sich breit zu machen. Aber bitte - es ist eine Pflanze, dass ist ihre Aufgabe, so ist das eben! Und siehe da, sie kann super sein im Garten. Sie ist zusammen mit der ebenso verrückten, schnell wachsenden, wilden Clematis die Pflanze, die Rosenbögen in nur 3 Monaten überwuchert, mit ihren Blüten Schmetterlinge und Hummeln anlockt und nun beginnt kleine Beeren zu tragen.
Und ich falle jetzt mal wieder in meine typische Laier ein, dass die bösen, bösen, sich ausbreitenden ordinären Gewächse wie Brombeeren toll sind.