Das letzte Gemüsige, das in meinem Garten sogar im November noch eine super Figur macht, ist der Kohl. Mein absoluter Liebling ist Schwarzkohl. Er wird im späten Frühjahr ausgesät und bildet blauschwarze, majestätische Palmen. Dieses Aussehen velieh ihm auch den Namen "Palmkohl" in Deutschland. In Supermärkten ist er leider fast nie zu finden, dabei ist der "cavolo nero" ein Klassiker der italienischen Küche!
Auf dem Foto von meinem chaotischen herbstlichen Gemüsebeet kann man erkennen, wie groß der Palmkohl wird!
Mein Spitzwirsing, dessen Köpfe überall im Garten wachsen, versorgte den Sommer über vor allem viele Schnecken, leider nicht mich. Zwei Köpfe blieben mir allerdings, die ich in weiser Voraussicht mit Schneckenringen geschützt hatte. Da Spitzwirsing Fröste nicht übersteht, muss er vor den ersten Nachtfrösten geerntet werden.
Besonders optisch ist roter Grünkohl eine Wucht. Er wächst bei mir überall im Garten und übersteht mit Vlies abgedeckt den ganzen Winter bei mir. So kann ich ihn von November bis in den März hinein ernten wenn ich will. Die rötliche Farbe von ihm verschwindet allerdings leider beim Kochen!
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Mittwoch, 16. November 2011
Donnerstag, 11. November 2010
Die zweite Ernte des unglaublichen Kohls
Nachdem ich vor 2 Wochen das letzte Mal in diesem Jahr Mangold ernten konnte, ging es nun weiter mit meinem Kohl.
Es ist ein ganz unglaublicher Kohl, von dem ich nun berichten möchte:
Ich habe ihn im Mai des Jahres 2009 in Frankfurt bei einem Gemüsehändler gekauft. Es waren zwei Weißkohl- und zwei Wirsingpflänzchen. Diese setzte ich liebevoll in mein Gemüsebeet, wo sie auch langsam und bedächtig wuchsen, allerdings einfach keine Köpfe bildeten.
Im letzten Herbst erntete ich die wenigen wirr abstehenden Blätter der Pflanzen, indem ich sie einfach abschnitt und den Stil mitsamt der Wurzel in der Erde lies. Ich dachte mir, dass es das ökologisch sinnvollste wäre, wenn sie dort einfach über den Winter verrotteten. Wegen des umliegenden Wintersalats lag auf den Stängeln ein Gartenvlies, was aber eher zufällig geschah.
Die Überraschung war im Frühling groß, als ich entdeckte, dass drei von vier Pflanzenstielen den Winterüberlebt hatten und austrieben. Man muss sich das einmal vorstellen: aus den blattlosen, höchstens 4 Zentimeter langen Stängeln sprossen frische Blätter! Das weckte natürlich meine Neugier und sie durften im Gemüsebeet bleiben. Vermutlich war es ein Dank von ihnen, dass sie daraufhin gigantische, feste Köpfe bildeten, die ich nun, im 2. Jahr, ernten kann.
Ich habe bislang noch nie davon gehört, dass Kohl zweijährig ist. Dass er den Winter überstehen kann war mir bekannt, aber dass das auch komplett abgeerntet geschieht, das ist mir neu. Ich konnte also meinen Kohl in zwei Jahren beernten und freu mich doppelt. Das kannte ich bislang nur von Mangold!
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