Samstag, 28. August 2010

Der ganze Garten


"Zeig doch mal 'ne Gesamtansicht!" riet mir ein Leser meines Blogs voller Hilfsbereitschaft. "Man kann sich doch so überhaupt nichts unter deinem Garten vorstellen!"

Ich befolge Ratschläger jeder Art gerne. Immer. Hat es eigentlich schonmal Gesamtansichten gegeben in meinem Blog? Ich weiß es nicht. Vielleicht sollte ich irgendwann aus dem Haus in den Garten hinunterknipsen, dann sieht man ihn wirklich komplett. Bis dahin muss man, um sich eine Vorstellung von meinem Gartenwirrwarr im August machen zu können, mit diesen Bildern Vorlieb nehmen.

Ich kann nicht viel dazu sagen, außer: bitte, das ist er, der Garten. Eine Menge Mauern und Blumen.

Mein Gemüsebeet ist an den enormen Blättern der verschiedenen Kohlsorten zu erkennen. Der Rest sind Staudenbeete. Allerdings wachsen in meinen Staudenbeeten auch Mangold, Salate und Kräuter. Und Einjährige.

Was man außerdem noch erkennen kann ist, wie zentral mein Hinterhof in einem eng bewohnten Stadtteil liegt. Unglaublich viele Menschen können meinen Stadtgarten und meine Gartenarbeit verfolgen. Daran musste ich mich zunächst gewöhnen. Garten und Privatsphäre, wie es auf dem Land möglich ist, gibt es hier, mitten in der Stadt, überhaupt nicht. Solche städtischen Flächen sind offen einsehbar. Urbanen Raum "für sich" zu erobern ist nur möglich, wenn man sich klar macht, dass die Stadt mit ihren Flächen niemals einem allein gehören kann. Abschirmen können wir uns in der Stadt nur hinter zugezogenen Gardinen in der Wohnung, der Garten wird, so privat er auch sein mag, Teil des öffentlich einsehbaren Stadtbildes.

Kommentare:

  1. und es ist doch ein große Freud für deinen Nachbarn und Zuscahuer so ein gartenparadies zu sehen
    mit so einer Vielfalt und Farbenpracht
    früher wurden die Gärten den Besuchern geöffnt und heute verbrettern sich alle in Neubaugebieten, dabei kann man doch gerade über den Gartenzaun einen schönen Schnack halten
    Frauke

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  2. Ist doch toll, der Garten. Diese Fassade finde ich auch unglaublich kleidsam, was für ein schönes, altes Haus! Von Zuschauern kann ich auch ein Lied singen - im Reihenhausgarten bleibt man auch nie lange unbeobachtet... VG Elke

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  3. Finde ich schön, daß es solche Oasen in den dicht besiedelten Städten überhaupt noch gibt!

    Diese "Zuschauer" mag ich auch gar nicht so - aber in der Hinsicht haben wir es im Waldgarten jetzt ideal ... früher kenne ich's auch teilweise anders ...

    Liebe Grüße
    Sara

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  4. Da muss ich dir recht geben. In der Stadt ist man in einem Hinterhof niemals "alleine", trotzdem würde ich sagen, dass hier ohne weiteres von allen Bewohnern "mit genossen" werden kann. Was bitte, will man mehr?!

    LG, Brigitte

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  5. Oh, was bin ich gerade glücklich, Dein Blog gefunden zu haben! :)
    Habe nämlich auch ein kleines Stadtgärtchen- aber erst seit letztem Sommer (und nur zur Miete)... mal gucken, was diesen Sommer daraus wird. Jedenfalls auch ein Bio-Garten, soviel steht fest. Bin gerade schon fleissig, Tomaten, Paprika und Basilikum am Vorziehen.
    Und im Herbst mache ich wieder eine Samen-Rotations-Aktion auf meinem Blog!
    Aber jetzt erstmal schnell Dein schönes Blog in meinen Feedreader werfen... ich finde Deinen Garten umwerfend schön! :)

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