Mittwoch, 24. März 2010

Englische Gartenkultur in Stadtgartenversion


Sie kommt natürlich aus England, dem Delta europäischer Gärtner, die große Kultur der Pflanzglocken im Frühling. Und es sieht in der Tat sehr elegant und kultiviert aus, wenn in dem perfekten Garten die perfekten Glasglocken über den edlen Pflanzen wachen. Wirklich, ich würde es genauso machen. Aber Pflanzglocken passen nicht so recht ins Budget, und weder mein Garten noch die Pflanzen darin sind in dem englischen Sinn perfekt. Sie sind halt eher... nun ja, sagen wir: sie haben Persönlichkeit. Und sind, hoffentlich, was die Abdeckung im Frühling betrifft auch nicht divenhaft. Ich kann also durchaus auch ohne gläserne Pflanzenglocken glücklich werden. Denn es gibt noch eine andere Lösung. Die ist sogar ökologisch, weil ich dabei meinen Müll wiederverwenden kann. In meiner Wohnung stapeln sich ohenhin immer die Pfandflaschen, und einmal im Jahr, wenn Frühling ist, ist das mein großes Glück. Und das meines Gartens. Ich schneide den Boden ab und stülpe sie über die Pflanzen.



So konnte ich vor zwei Wochen meinen Wintersalat vor den hungrigen Schnecken und Raupen retten. Auch die ersten Salate, in meinem Fall der Salat "Amish deer tongue" von Dreschflegel, durften nun, nachdem ich sie vorgezogen hatte, in die große Gartenwelt umziehen. Sie werden ja beschützt, vor Sonne, Regen, Kälte, Wind und hungrigen Tieren. Durch meine Pfandflaschen. Recycling ist die Zukunft!

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