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Montag, 25. Juli 2011

...ob sie jemals wiederkommt?


Aber natürlich, keine Sorge, ich bin schon wieder da. Und gelobe Besserung, was die Regelmäßigkeit meiner Blogeinträge betrifft!

Heute zeige ich ein paar Bilder von den Blüten in meinem Garten. Das sind eine ganze Menge. Zwar sind die Frühlingsblüten der Phacelia, des Storchenschnabels und das Meer der Vergissmeinnicht fort, selbst der Rittersporn ist verblüht (ob ich ihn dieses Jahr erstmals zu einer zweiten Blüte bringen kann?) aber dafür haben nun andere Blüten ihren großen Auftritt!

Ich habe ja bekanntlich ein Farbkonzept in meinem Garten: als ich die Stauden setzte hatte ich irgendwo gelesen, dass Blau die Farbe für kleine Gärten sei, die sie wahrhaft riesig erscheinen lassen würden. Wie man sieht, verfolge ich dieses Konzept jedoch mit großer Nachlässigkeit. Mein Garten hat also eher eine Farbskala zum Konzept - die ich je nach Blüte bis auf Gelb - oder Rottöne -und eigentlich alle Farben-ausdehne... Die Chefin des Gartens bin ja zum Glück ich und nicht irgendein Gartenmagazin!

Die Blüte meines heißgeliebten Zierlauchs ist in diesem Jahr endlos lang. Erstaunlicherweise blühen die einzelnen Zwiebeln auch stark zeitlich versetzt. Während manche schon lang verblüht sind stehen andere noch in voller Pracht da!


Die Ringelblumen gehören zu den Blumen, für die ich auf das Farbkonzept pfeife. Sie stehen im Gemüsebeet und beginnen von dort ihren sanften Eroberungsfeldzug in den ganzen Garten. Ich lasse sie selbstverständlich gewähren - ihre Vielfalt an Farben und Formen liebe ich viel zu sehr, um gegen sie vorzugehen. Außerdem haben Ringelblumen die fröhlichste Ausstrahlung von allen Blumen. Gerade in den letzten, sehr verregneten Tagen hielten sie munter strahlend die Stellung im Garten und stimmten mich bei jedem Blick aus dem Fenster froh...

Die Strockrosen die ich im letzten Jahr ausgeät habe blühen in diesem Jahr erstmals. Sie stehen direkt neben dem Sommerflieder und richten sich dort majestätisch neben ihm hoch. Ich liebe ihre dunklen, samtigen Blüten mit den hell leuchtenden Staubgefäßen!

Donnerstag, 28. April 2011

Melancholische Blüten


Vor langer Zeit hatte ich mal im Frühling großen Liebeskummer. In dieser Zeit sprachen mir zwei Blumen besonders aus dem Herzen: das Tränende Herz und das himmelblaue Vergissmeinnicht. Sie wachsen seitdem gemeinsam in meinem halbschattigen Staudenbeet und schmachten dort in jedem Frühling einander an - sie sind die Herzschmerzkombination für traurige Gärtnerherzen und melancholische Frühlingsnächte.

Das Vergissmeinnicht habe ich aus einem anderen Garten mitgebracht, es begann sofort sich bei mir auszubreiten. Das rosarote Tränende Herz habe ich aus dem Gartencenter mitgebracht, wo es jämmerlich halb vertrocknet um 50% reduziert verscherbelt wurde. Natürlich musste ich das traurige Herz retten! Ich nahm es mit in meinen Garten und pflegte es dort gesund. Es war überhaupt nicht schwer, es brauchte nur Zuwendung, Wasser und ein geschütztes Plätzchen.

Siehe da, in diesem Frühling geht es ihm hervorragend. Es blüht, gedeiht und ist größer als je zuvor!

Ach, eigentlich wissen wir Gartenmädchen und -jungs das ja auch schon lange: nichts kann ein tränendes Herz so gesund pflegen, wie ein wunderschöner Garten und ein paar Blüten, die uns aus der Seele sprechen!

Montag, 18. April 2011

Ihr wisst ja, wo ich bin...


ihr kennt das ja noch, aus dem letzten Jahr. Ein paar Tage im Frühling bin ich unerreichbar. Das liegt daran, dass ich alle Zeit bei meiner überwältigenden, blühenden Mirabelle verbringe. Wenn sie blüht, ist alles anders. Der Blick aus dem Fenster in den Hinterhof - ja, der ganze Hinterhofgarten ist ein anderer! Diese festliche Blütenkrone gibt allem so viel Glanz und Schmuck, so viel Eleganz und Frohsinn!

Ein paar Stunden unter ihrem schneeweißen, von Bienen umsummten Blütendach sind wie der erste Schnee an einem klirrend kalten Winterabend, wie frischer Kaffee an einem perfekten Sonntagmorgen mit dem Liebsten, wie der Duft von Lavendel und das Zirpen der Grillen an einem Spätsommertag, wie ein großes Fest mit allen Menschen die man liebt, wie der Geruch von Meerwasser an einem glücklichen Strandtag, wie das Lachen von Andi, wie die ersten Sonnenstrahlen nach langer Regenzeit und wie der erste warme Windhauch auf den Straßen nach einem langen, kalten, dunklen Winter.

Ihr werdet es also verstehen, wenn ich unauffindbar scheine: ich stehe entrückt und verträumt, selig lächelnd unter der Mirabelle und erhole mich von dem dunklen Winter. Wer auch ein Stück von meinem Glück möchte oder einmal erleben, wie Blütenblätter auf uns herabregnen, ist herzlich eingeladen - die Mirabelle ist alt und groß, es ist genug Platz für alle da!

Sonntag, 14. November 2010

Die letzten Mohikaner



Ich finde es völlig in Ordnung, wenn im November der Garten kein Blütenmeer ist. Es ist November, das darf man auch sehen! Ein paar letzte Blüten gibt es zu meinem Erstaunen aber trotz der Jahreszeit noch. Ganz besonders finde ich den Borretsch, ich hatte nicht damit gerechnet, dass er nun noch zu blühen beginnt. Ich meine sogar, diese Pflanze hätte im Frühling bereits geblüht... zwei Blüten in einem Jahr bei Borretsch - kann das sein?

Das Blühwunder des Sommers sind die vielen selbstgezogenen Cosmeen, sie blühen noch immer ununterbrochen und sind voll von Knospen. Ob noch alle Knospen aufblühen können ist natürlich eine Frage der Temperaturen. Die bisherigen, bis auf wenige Ausnahmen eher leichten Fröste, haben sie vertragen.

Die Kapuzinerkresse und die Calendula tragen ebenfalls noch Blüten und leuchten unwahrscheinlich. Genauso die Schafgarbe, die noch vereinzelt blüht.

Mittwoch, 25. August 2010

Die Traumfrau


Ein sehr guter Freund von mir hat seine Traumfrau gefunden. In meinem Garten. Die Nachtkerze. Wie alle meine Freunde durfte er erst in meine Wohnung zu dem versprochenen Kaffee, nachdem er mit mir eine Runde durch den Garten drehte und sich begeisterte Referate über das aktuelle Wachsen und Werden anhörte.

Aufrichtiges Interesse zeigte er bei der Nachtkerze, als ich ihm ihre Besonderheit erklärte: jeden Abend blüht sie wunderschön auf, duftet, ist die absolute Königin in der Nacht und am Morgen ist die Blüte wieder verwelkt.

"Wirklich?" Fragte er mit leuchtenden Augen, "Nachts ist sie schön, duftet und am Morgen ist sie nicht mehr da?" "Genau so ist sie!" bestätigte ich. Sehnsüchtig und staunend betrachtete er die Pflanze und wiederholte noch im Treppenhaus, auf dem Weg zu meiner Wohnung, mit dem verträumten Ton eines Schwärmers: "...nachts ist sie schön und morgens ist sie immer wieder weg..."

Mittwoch, 11. August 2010

Schmetterlinge und Flieder


Jetzt, nach einigen Wochen der Berichte über Gemüse, Obst und über das Einwecken von Mirabellen, gibt's wieder etwas für Ästheten und Zierstrauchliebhaber. Mein Sommerflieder blüht nämlich. Sommerflieder, auch Buddleja genannt, ist die ultimative Pflanze für städtische Schmetterlingsfreunde. Er wächst in jeder Erde, in Töpfen, Kübeln und ist in der Größe eines Schuhkartons oder eines Geräteschuppens erhältlich. Und: Schmetterlinge zieht seine Blüte magisch an. Wer nun wie ich, tagtäglich, mit besessener Hand, die verblühten Blüten abschneidet, kann sich an einer fast 2 monatigen Blüte erfreuen.

Ich habe meinen Flieder inmitten der Brache, beim Anlegen des Garten, unter Brennnesseln und Beifuss gefunden. Ich schnitt ihn zurück (natürlich im Herbst, Gartenlaie der ich damals war) und er wurde, als Antwort darauf, im Frühling trotzdem riesengroß. Im Februar diesen Jahres habe ich ihn nun das erste Mal ordnungemäß abgeschnitten, begleitet von den norddeutschen Kommentaren eines älteren Herrn aus dem Nachbarhaus ("'n groser Rücksnitt bedeuded 'n gros'n Austrieb"). Recht hatte der Herr, es wurde aus einem meterhohen Stock ein über drei Meter hoher Strauch, in nur 4 Monaten.

Freitag, 2. Juli 2010

Blütensommer



Im letzten Jahr war der Garten ein absolute Hinterhofbrache. Ich erinnere mich, dass ich jeden städtischen Grünstreifen, auf dem wild Löwenzahn oder Klee wucherte, um seine Blüten beneidete. Denn um die war es bei mir schlecht bestellt. In diesem Jahr ist alles anders. Es blüht und blüht, kaum verblüht die eine Blume öffnet die andere ihre Knospen. Der Garten ist voll von Schmetterlingen, Bienen und Hummeln und ich kann Blumensträusse pflücken so viele ich will.


Samstag, 26. Juni 2010

Rosa


Ich habe mal in irgendeiner Gartenzeitschrift gelesen, dass kleine Gärten ein strenges Farbkonzept brauchen. Da mein Garten winzig ist, nahm ich mir diesen Grundsatz zu Herzen. Ich beschloss: Mein Garten soll ein ein verträumtes Paradies in sämtlichen Blautönen werden. Lila - und Fliederfarben dürfen auch mit hinein, natürlich, das passt optisch. Was ich überhaupt nicht wollte, waren grelle Gelb- oder Rottöne.

Als erstes kamen im März aber die bunten Krokusse, dann gelben Narzissen. Ihnen folgten rote, orange und gelbe Tulpen. Nun beginnen die Ringelblumen und die Kapuzinerkresse bald zu blühen. Ich habe innerlich längst den Schritt vollzogen: dieser Garten ist keiner von denen, die die Konzepte und Tricks aus mein schöner Garten oder living at home befolgen. Der ist so wie er will.
Und deshalb ist es auch okay, dass plötzlich der Graten voller rosa Blüten ist. Der Fingerhut, die Cosmeen aus der all sorts Mischung - alles ist rosa. Es ist nun eben ein Gartenmädchen-Garten, farblich betrachtet.

Samstag, 24. April 2010

wenn mich jemand sucht...



Wenn mich jemand sucht: ich stehe unter der Mirabelle.
Ich lasse die weißen Blütenblätter auf mich herabregnen und lausche dem Summen hunderter Bienen und Hummeln. Ich stehe so dort, in jeder freien Sekunde, und atme den Duft von tausenden Blüten ein.




Warum tauchen hier also schon wieder diese Blütenbilder auf?
Weil ich ganz einfach nicht genug von diesem Baum bekomme. Ich bin verrückt nach ihm, süchtig, ich kann - ich muss!- bei ihm sein, ihn anschauen und riechen, solange er so weiß und duftend und summend ist...

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