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Mittwoch, 30. November 2011

Gut, dann sprechen wir wieder über's Kochen

Der schöne Mann hat sich beschwert, dass ich sooo lang nicht über kulinarische Themen geschrieben habe. "Ja!" jauchzte er, als ich vorschlug, ich könne ja aus gegebenem Anlass über die Zubereitung von Schwarzkohl berichten, "bitte! Schwarzkohl!" Also, meine Lieber, bitte sehr! Hier wieder etwas Kulinarisches für dich!

Wie ich schon berichtete, ist der Schwarzkohl primär in der italienischen Küche bekannt. Da er nicht in das Klischee der italienischen Tomaten-Mozzarella-Küche passt, ist er trotzdem in Deutschland bislang ein Geheimtip. Geschmacklich ist er sehr zurückhaltend, vergleicht man ihn mit dem Grünkohl oder Wirsing. In italienischen Rezepten wird er meist geschmort oder gebraten, ganz schlicht, mit Olivenöl, Schmalz oder Butter und natürlich Knoblauch. Schmort man ihn mit einem Schuss Rotwein, erhält er tatsächlich eine schwarze, glänzende Farbe.
Den Schwarzkohl auf den Fotos habe ich auch mit ein paar Zehen Knoblauch angebraten, abgelöscht, die Flüssigkeit verdampfen lassen und ihn dann mit Butter und Fleur de Sel abgeschmeckt. Wir waren ganz begeistert, dass Kohl, der so simpel zubereitet wird, so elegant und fein schmecken kann! Wie man sieht, war er eine Beilage auf unserem Speiseteller. Man kann derart zubereiteten Kohl jedoch auch bedenkenlos mit frischer Pasta vermischen oder auf Bruschetta servieren. Ein bisschen Parmesan drüber hobeln - und unendlich genießen

Sonntag, 21. August 2011

Gemüse im Staudenbeet


Da ich in meinem letzten Post schon von ungewöhnlichen Kombinationen in meinem Garten berichtet habe, kommt hier eine weitere Notiz von einer großartigen Kombination! Mein Spitzwirsing wächst nämlich in diesem Jahr am Rande eines ganz kleinen, halbschattigen Staudenbeeets zwischen Storchenschnabel und Frauenmantel. Salat- und Kohlpflanzen am Beetrand sind eine großartige Möglichkeit, das Gemüsebeet unauffällig auf den ganzen Garten auszuweiten, ohne ihm das Aussehen eines Ackers zu verleihen!

Donnerstag, 11. November 2010

Die zweite Ernte des unglaublichen Kohls


Nachdem ich vor 2 Wochen das letzte Mal in diesem Jahr Mangold ernten konnte, ging es nun weiter mit meinem Kohl.

Es ist ein ganz unglaublicher Kohl, von dem ich nun berichten möchte:
Ich habe ihn im Mai des Jahres 2009 in Frankfurt bei einem Gemüsehändler gekauft. Es waren zwei Weißkohl- und zwei Wirsingpflänzchen. Diese setzte ich liebevoll in mein Gemüsebeet, wo sie auch langsam und bedächtig wuchsen, allerdings einfach keine Köpfe bildeten.

Im letzten Herbst erntete ich die wenigen wirr abstehenden Blätter der Pflanzen, indem ich sie einfach abschnitt und den Stil mitsamt der Wurzel in der Erde lies. Ich dachte mir, dass es das ökologisch sinnvollste wäre, wenn sie dort einfach über den Winter verrotteten. Wegen des umliegenden Wintersalats lag auf den Stängeln ein Gartenvlies, was aber eher zufällig geschah.

Die Überraschung war im Frühling groß, als ich entdeckte, dass drei von vier Pflanzenstielen den Winterüberlebt hatten und austrieben. Man muss sich das einmal vorstellen: aus den blattlosen, höchstens 4 Zentimeter langen Stängeln sprossen frische Blätter! Das weckte natürlich meine Neugier und sie durften im Gemüsebeet bleiben. Vermutlich war es ein Dank von ihnen, dass sie daraufhin gigantische, feste Köpfe bildeten, die ich nun, im 2. Jahr, ernten kann.

Ich habe bislang noch nie davon gehört, dass Kohl zweijährig ist. Dass er den Winter überstehen kann war mir bekannt, aber dass das auch komplett abgeerntet geschieht, das ist mir neu. Ich konnte also meinen Kohl in zwei Jahren beernten und freu mich doppelt. Das kannte ich bislang nur von Mangold!

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