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Samstag, 5. November 2011

Vorbereitung ist alles!

Alljährlich reibe ich mir verwundert die Augen, wenn der erste Frost im November kommt. Es ist seltsam, aber immer wieder überrascht er mich und reißt ein paar frostempfindliche Pflanzen in den Tod. In diesem Jahr jedoch soll alles anders sein! Ich bin vorbereitet!

Ich habe mir eine Kiste genommen und alle frostempfindlichen Pflanzen vorsorglich hineingestellt. Kündigt sich der erste Frost an, kann ich sie bequem ins Haus tragen - kein Töpfchen wird vergessen und kein Pflänzchen wird sterben müssen. Vorbereitung ist alles!

Mittwoch, 2. November 2011

Herbststimmung

In meinem kleinen Hinterhof herrscht gemütliche Herbststimmung. Das Wetter ist grau und neblig und ich war mal wieder kurz mit Gummistiefeln im Garten und hab begonnen ihn winterfest zu machen. Das Laub fällt und die letzten eifrigen Blüher setzen noch ein paar farbliche Akzente. Die Nachtkerze, meine Astern, die Kapuzinerkresse und natürlich die Schmuckkörbchen.
Das Laub der Mirabelle musste zusammengeharkt und auf den Staudenbeeten verteilt werden. Und der Rasen... ja, ich geb's zu, den hab ich heute das letzte Mal gemäht. Viel zu spät und nicht nachahmenswert, allerdings war es so lang, dass ich denke, er kommt mit einem verspäteten Schnitt besser durch den Winter, als wenn er zu lang ist. Das Problem hatte ich bereits im letzten Jahr: Alles war in Ordnung, bis der Schnee kam. Der drückte die Grashalme platt und unter ihnen, bedeckt von und Eis und Schnee, starb mein Rasen jämmerlich und ich musste im Frühling nachsäen.
In den nächsten Tagen will ich noch die Blumenzwiebeln setzen und das war's dann schon mit Gartenarbeit für diesen Herbst. Ich muss mich innerlich darauf vorbereiten, dass jetzt die Zeit kommt, in der ich meinen Garten primär aus meiner Wohnung durch das Fenster erlebe...

Samstag, 20. November 2010

Teetrinken


Auf meinen letzten Eintrag reagiert meine Umfeld sofort. Alle meine Freunde waren besorgt, ich bekam doppelt so viele Anrufe wie sonst und wurde ständig in den Arm genommen. Das ist natürlich schön.

Trotzdem habe ich jetzt ein schlechtes Gewissen, weil alle denken ich würde bitterlich weinend oder nur griesgrämig nörgelnd den November verbringen. Neeeiin! So schlimm ist es auch nicht, wirklich nicht. Ich verspreche, ich werde einfach weniger aus dem Fenster schauen. Und ich kann versichern, ich habe sie auch: diese gemütlichen Novemberstunden. Für gemütliche Tage reicht's zur Zeit nicht, aber hier und da eine Stunde schaffe ich auch.

Also, sorgt euch nicht. Ich trinke ja Tee. Und ich backe auch Plätzchen. Das tu ich tatsächlich. Ich backe immer wie eine Verrückte, nachts, vor dem einschlafen, gegen den Stress. Und dann ist alles - ehrlich, versprochen! - halb so schlimm und das Wetter furchtbar gemütlich.

Donnerstag, 18. November 2010

November


Ja ja, man kann mir ja viel erzählen, dass der Herbst wunderschön sei und besonders der November. Natürlich, das kann er sein, und schlechtes Wetter kann auch toll sein. Wenn man zuhause nichts zu tun hat außer Teetrinken und Plätzchen backen und einen Kamin hat vor dem man hocken kann. Ich städtisches Gartenmädchen wache aber im November morgens auf und der Blick aus dem Fenster zeigt eine mausgraue, hässliche, kalte, nasse Stadt die einfach garnicht einladend ist. Zurück in die warme Koje kann ich auch nicht, also muss ich raus aus den Federn und rein in den ekligen Novembertag.

Nein, bringen wir es doch mal auf den Punkt: eigentlich ist der November scheiße. Ich freu mich schon auf den Dezember, da wird dann das elendige, nassgraue, fürchterliche kalte Wetter durch die ganze Weihnachtsdekoration irgendwie überdeckt. Dann wird's hoffentlich wirklich gemütlich...

Mittwoch, 17. November 2010

Verborgene Schönheiten


Irgendwas Schönes kann man im Garten immer finden, wenn man es drauf anlegt - und das tu ich als Gärtnin, besonders zu dieser Jahreszeit, natürlich auch. Ich lege es absolut drauf an!

Deshalb habe ich ein paar Fotos von den unzähligen Samenständen in meinem Garten gemacht. Wie wunderschön sie sind sieht man erst, wenn man sie genau betrachtet. Das tut man leider viel zu selten, besonders bei den eher unpopulären Pflanzen, die nicht darauf gezüchtet - oder dafür bekannt- sind, auch verblüht noch spektakulär auszusehen. Das obere Foto zeigt zum Beispiel die Samenstände des Beifuss, der bei mir im Garten überall wild wächst.


Welche Pflanze an dieser unbekannten Schönheit hängt weiß ich leider nicht mehr.


Diese Samenstände kommen - unschwer zu erkennen - vom Wehrmut.


Diese lustigen Puscheln bildet die verrückt wuchernde, wilde Clematis im Winter. Sie sieht großartig aus, gerade im kahlen Geäst von Bäumen oder Büschen.


Diese Samenstände kommen von meinem Majoran.


Diese Glocken trägt mein geliebter Muskatellersalbei.


Das Foto ist schon ein paar Wochen alt. Es zeigt die Samenkapseln der "Traumfrau" Nachtkerze.



Ganz faszinierend sind die roten Beeren einer mir unbekannten Ranke, die allsommerlich versucht alles in meinem Garten zu überranken. Am Zaun ist sie mir stets herzlich willkommen, denn sie begrünt ihn den Sommer über und schmückt ihn ab Oktober mit diesen roten Perlen.

Sonntag, 14. November 2010

Die letzten Mohikaner



Ich finde es völlig in Ordnung, wenn im November der Garten kein Blütenmeer ist. Es ist November, das darf man auch sehen! Ein paar letzte Blüten gibt es zu meinem Erstaunen aber trotz der Jahreszeit noch. Ganz besonders finde ich den Borretsch, ich hatte nicht damit gerechnet, dass er nun noch zu blühen beginnt. Ich meine sogar, diese Pflanze hätte im Frühling bereits geblüht... zwei Blüten in einem Jahr bei Borretsch - kann das sein?

Das Blühwunder des Sommers sind die vielen selbstgezogenen Cosmeen, sie blühen noch immer ununterbrochen und sind voll von Knospen. Ob noch alle Knospen aufblühen können ist natürlich eine Frage der Temperaturen. Die bisherigen, bis auf wenige Ausnahmen eher leichten Fröste, haben sie vertragen.

Die Kapuzinerkresse und die Calendula tragen ebenfalls noch Blüten und leuchten unwahrscheinlich. Genauso die Schafgarbe, die noch vereinzelt blüht.

Mittwoch, 10. November 2010

Puderzuckergarten


Vor zwei Tagen hat es in der Nacht gefroren. Das ist nicht das erste Mal, aber die bisherigen, früh am Morgen endenden Nachtfröste, sind mit dem vergangenen nicht vergleichbar.

Zu meinem großen Glück hatte ich morgens kurz Zeit in den Garten zu laufen und dort, mit frierenden Fingern, ein paar Fotos zu machen. Richtige Frostschäden gibt es noch nicht, die Kapuzinerkresse hat, wie man sieht, zum Teil erfrorene Blätter, ist aber nocht nicht komplett erfroren. Das Schmuckkörbchen scheint in seiner Blühfreudigkeit auch ungebrochen.

In den schattigen Teilen des Gartens war, gegen Mittag, noch immer alles bedeckt von Rauhreif, es sah aus, als wäre mein Garten mit Puderzucker überzogen! Inzwischen sind die Temperaturen auch wieder milder und die Nächte scheinen frostfrei zu sein.

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