Posts mit dem Label Gartenfeste werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gartenfeste werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 1. September 2010

Gärtnern und Essen


Sollte ich eines Tages auf mein Leben zurückblicken und mich fragen, womit ich es am liebsten verbrachte, so werde ich vielleicht antworten müssen: Gärtnern und Essen.

Glücklicherweise habe ich einen Garten. Das Gute an ihm ist, dass er beides auf vorzügliche Weise verbindet und für kulinarische Höhepunkte jeder Art eine Begründung bietet. Man kann ständig Freunde einladen, damit sie Anteil an dem unfassbaren Geschmack der frischen Zucchini, Zuckererbsen oder Karotten haben. Darüber hinaus rechtfertigt die Verwertung des Gartengemüses mein permanentes Kochen und Essen, zu Lasten von wichtigen Tätigkeiten wie Staubsaugen oder Sport treiben.

Wenn ich also gefragt werden, warum ich schon wieder diese teure italienische Biosalami kaufen musste, die überhaupt nicht in mein Budget passt, antworte ich: "ist doch logisch, weil sie die gegrillte Zucchini und das Mirabellenchutney begleiten musste". Wenn ich dann gefragt werden würde, warum ich schon wieder den halben Samstag essend, im Garten, in der Sonne, verbrachte, statt die Fenster zu putzen und Joggen zu gehen, würde ich antworten: "natürlich weil das ganze Gemüse verbraucht werden musste!"

Sonntag, 18. April 2010

Dinge, die glücklich machen

Es gibt nur sehr wenige Dinge im Leben, die glücklicher machen als ein Garten, aber es gibt sie.

Freunde zum Beispiel. Ein Gärtner ist nichts ohne einen Spaten, eine Harke und einer Gartenschere. Und manchmal auch nichts ohne Freunde. Denn was man allein in Wochen oder sogar Monaten schafft, das schaffen eine handvoll fleißiger Freunde an einem Nachmittag. Am allerbesten belohnt man Freunde für ihre Freundschaft und Hilfsbereitschaft anschließend mit Bier, Wein und Grillzeug, deckt einen Tisch im Garten und stößt mit ihnen an. Auf das Leben, die Freundschaft, den Garten... Das macht auch die Freunde glücklich.


...und plötzlich ist es fast ein Glücksfall, dass der Garten neu angelegt werden musste. Man sitzt mit Freunden im Garten, es wird kalt nach 8 Uhr, aber das ist egal. Die Gläser mit den Teelichtern leuchten verträumt, die Mirabellenblüten leuchten weiß in der Dämmerung. Und der kleine Stadtgarten ist plötzlich wieder das Stück Paradies, das er mal war bevor die Bauarbeiter mit ihren Kettensägen kamen.


Und die ganze grobe Arbeit ist getan! Der komplette Bereich um die riesigen Baumstümpfe der Tannen wurde von Unkraut befreit und umgegraben, ein neues Staudenbeet angelegt, 30 Backsteine aus der Erde geholt (was so ein Stadtgarten alles an Geheimnissen birgt!) und armdicke Wurzeln zersägt. Über bleibt eine riesengroße braune Fläche. Nicht Grünes, klar, aber dafür gelockerte Erde. Bereit für eine Rasenneusaat und Massen an Kalk, um den ph-Wert wieder einigermaßen in einen Bereich zu bringen, der auch Pflanzen außer Rhododendren zulässt.


Follower